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Naturdenkmal Steinerne Rinne Wolfsbronn

Die längste und schönste Steinerne Rinne des Landkreises liegt im Hangwald bei Wolfsbronn. Die Umgebung dieses Naturdenkmales ist durch Wanderwege erschlossen und steht mit seiner bemerkenswerten Flora unter Naturschutz. Entlang der Steinernen Rinne verläuft ein ca. 3 km langer Rundwanderweg.

Auf einem 128 Meter und bis zu 170 cm hohem Kalkdamm fließt das Wasser in einer von ihm selbstgeschaffenen Rinne zu Tal.

Die Steinerne Rinne, die jährlich um einige Zentimeter wächst, wird durch ständige Betreuung in ihrem Verlauf gesichert.

Ein Besuch der Steinernen Rinne wird bei Ihnen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

S-Rinne 2
S-Rinne 1

Die Steinerne Rinne bei Wolfsbronn mit ihrer Umgebung wurde 1964 wegen ihrer geologischen
Besonderheit sowie der vielfältigen und seltenen Flora zum Naturschutzgebiet erklärt.
Steinerne Rinne entstehen durch Abscheidung von Kalk aus fliesendem Wasser.
Dadurch erhöht sich das Bachbett. Die Quelle bei Wolfsbronn ist eine Überflutungsquelle
mit niedriger Temperatur und einem hohen Anteil an gelösten Kalkverbindungen.
Dieses harte, hydrogenkarbonathaltige Wasser fällt Kalk aus, wenn es Kohlensäure abgibt.
Der größt Teil des Tuffdames ist so -anorganisch- entstanden. Am besten bildet sich Tuff dort
wo das Wasser stark bewegt und daher am meisten mit Luft gemischt wird. Der durch
Kohlensäureabgabe an Luft gefällte Kalk lagert sich besonders an Moosen ab.
Daneben spielt die von Pflanzen bewirkte -phytone- Tuffbildung eine wichtige Rolle.
Drei Möglichkeiten der Kalkfällung werden dabei unterschieden. Pflanzen,
vorzugsweise Moose, vergrößern die Fläche, an der Wasser mit Luft in Berührung kommt.
Der durch Moose gebildete Tuff ist locker und großporig. Außerdem entziehen Pflanzen
zu Ihrer Ernährung (Assimilation) dem Wasser Kohlesäure. Algen und Unterwaserpflanzen
können darüber hinaus Kohlensäure aus dem Calciumhydrogenkarbonat abspalten.
Die gefällten Kalkkristalle verkrusten die Algen, bis Teile der Pflanzen absterben.
Der so entstandene Tuff ist dicht und wenig wasserdurchlässig.
Er bildet die Auskleidung des Bachbettes.   
Die Quelle bei Wolfsbronn entspringt oberhalb des Quellhorizonts (Ornatenton)
in einer 7 Meter tiefen Quellnische des unteren Weißjura.
Nach 30 Metern verlässt der Bach die Nische und verläuft dann etwa für 130 Meter
auf einem Kalktuffdamm der bis zu 170 cm hoch ist.
Dieser gewundene und von mehreren Wasserfällen unterbrochene Damm liegt auf einer
deutlich gewölbten Tuff-Aufschüttung. Sie ist anfangs recht schmal, 40 Meter Berg
abwärts aber bereits 60 Meter breit und wird bis zu 8 Meter mächtig.
In Jahrtausenden ist diese Aufschüttung durch die Verlagerung des Bachbettes
und die damit verbundene Bildung von Tuffdämmen entstanden.
Die jetzige Steinerne Rinne, die jährlich um einige Zentimeter wächst, wird 
durch ständige Betreuung in Ihrem Verlauf gesichert.
Um dieses Naturdenkmal vor Schaden zu bewahren, werden alle Besucher gebeten
den Damm nicht zu betreten oder zu beschädigen.

Orginal Text der Informationtafel an der Steinernen Rinne bei Wolfsbronn

 

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